Sirius Variations

Art.Nr.: kr10144

EAN: 4018262261448

Komponist(en): Hugo Read / Thomas Rückert

Spielzeit (gesamt): 60:44

Aufnahmeverfahren: DDD

Besetzung: Saxophon, Klavier

EUR 19,80
inkl. 16 % USt

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Interpret(en)

Hugo Read
  • Hugo Read zählt seit langem schon zu den auffälligsten Musikern der deutschen Szene, der gleichermaßen als Saxophonist wie auch als Komponist durch individuelle Verschmelzung neuer Musik-Stile einen unverkennbaren, eigenen Stil entwickelt hat in dem sich neuer Jazz, Elemente der E-Musik, rhythmische Energie, akustische Basis und elektronische Beigaben zu einer eigengeprägten Klangwelt verbinden.
  • Read, der sich als typischer Vertreter der neuen europäischen Jazz-Generation versteht und als solcher erklärtermaßen Grenzen zwischen Neuer Musik und Jazz überwinden will, gibt sich dazu als Komponist zumeist suitenhafte Formfolgen als Ausgangsbasis. Ab 1972 studierte Read an der Kölner Musikhochschule Querflöte bei Prof. Ulrich, und später klassisches Saxophon bei Prof. Buschmann, und legte 1982 sein Konzertexamen ab.Seitdem internationale Konzerttätigkeit auf dem Gebiet des Jazz und der Neuen Musik. Produktionen mit Kammermusik und als Solist mit Orchestern (u.a. Ensemble Modern, New Art Ensemble) bei allen namhaften Rundfunkanstalten in Europa. Ab 1979 Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen, Mitwirkung an mehreren Uraufführungen (Mailänder Scala, Oper Leipzig, Opera Paris) sowie zahlreichen Konzerten und Tonträgerproduktionen.
  • Weltweite KonzertTourneen mit verschiedenen Jazzgruppen, u.a. zwei Konzertreisen nach West-Afrika mit Lumpp/Read/Küttner, Ost/Süd-Afrika mit Michael Küttner, Australien/Neuseeland mit Rainer Brüninghaus und Trilok Gurtu, Naher Osten mit Brüninghaus/Read/Thönes, DDR mit Manfred Schoof, Schweiz mit Thierry Lang Quartett, England mit der NDR Bigband mit Abdullah Ibrahim, mehrere große Tourneen mit Riot und Kenny Wheeler, Auftritte bei den Berliner Jazztagen, Münchener Jazzfest/Frankfurter Jazzfestival (Key), Expo Sevilla (NRW Pool), Kuwait Jazzfestival/Poznan Jazzfestival (H.Read Quartett), Weltausstellung Hannover (M. Küttner) Weltausstellung, Zusammenarbeit mit Peter Herborn's Acute Insides, Jazzfestival Burghausen (Axis) Montreux Jazz Festival/Jazzfestival Zürich/Midem 2001 Cannes (Thierry Lang Quartett), Jazzfestivals in Manchester/Paris/London/Rom, (NDR Bigband) Teilnahme beim Internationalem Jazzmeeting Baden-Baden, Konzerthaus Wien, Philharmonie Berlin, Philharmonie Köln (Ensemble Modern)
    Zusammenarbeit mit dem Schweizer Pianisten Thierry Lang (CD NAN auf BLUE Note)
  • Verschiedene Ensembles zusammen mit dem Schlagzeuger Thomas Cremer (CD „ AXIS“ mit Heiri Känzig, Claus Stötter und Matthieu Michel), Silent Bass mit Manfred Bründl, Achim Kaufman, Jo Thönes, später mit Jonas Burgwinkel und Rainer Böhm (3 CD´s) Electric Bundle mit Stephan Schmolck, Eric Schäfer, mit Bob Degen und Jon Schroeder (2 CD´s)
  • Seit Mitte der neunziger Jahre Zusammenarbeit mit seinem Duo Partner Peter Degenhardt, (2 CDs mit Werken von Hindemith, Ibert, Martin, Schulhoff, Bartok, u.a.). Seit 2015 Zusammenarbeit mit dem Pianisten Thomas Rückert, Konzerte bei den Hildener Jazztagen, WDR Mitschnitt....
    Unter eigenem Namen präsentierte Hugo Read u.a. Auftragskompositionen für den NDR, SWF und WDR, Forum 20 Düsseldorf, Composers Orchester, (u.a. Kontraste für Streichorchester, 2 Klaviere und Jazzensemble) sowie die C.D. „Songs of a Wayfarer“ bei Nabel Records. Im Verlag Neue Musik sind erschienen: „Kontraste für Saxophon oder KlarinetteSolo“ (NM808) sowie „Acht Stücke für zwei Saxophone und Klavier“ (April 2007). Im Musikverlag Verlag Hayo: „Lyrische Messe für gem.Chor, Orgel, Sopransaxophon und Kontrabaß“ (HY 2055), Uraufführung 2015 in Ungarn mit Ars Nova. Im Verlag Hubertus Nogatz „Sechs Stücke für zwei Saxophone und Klavier“ (K&N1510) - 2012 erschien seine viel gelobte CD „Chamber Works“ mit  unterschiedlichen Eigenkompositionen  Jazz bezogener Kammermusik bei dem Berliner Label "Kreuzberg Records".
  • Hugo Read ist Förderpreisträger des Landes NRW verliehen für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Jazz und der Neuen Musik, und seit 1991 Professor für Saxophon und Ensembleleitung an der Folkwang Hochschule Essen. Unterrichtstätigkeit beim Saxophonsymposium in Trossingen, sowie der europäischen Akademie Montepulciano, regelmäßige Workshops in Meran, Neuburg a. d. Donau, Bergischer Jazz Workshop, mehrere Workshops an anderen deutschen Hochschulen wie Weimar, Mainz, Hanover, Oldenburg... Jury beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert und Bundespreisträger  Jugend jazzt. Seit 2019 bei Double Moon Records/Challange Records. Aktuelle CD „of pain and glory” (mit Thomas Rückert, Ramesh Shotham, Reza Askari, Conrad Noll).

Thomas Rückert
  • Als Pianist ist der 1970 in Würzburg geborene Thomas Rückert eine feste Größe und hat als Sideman mit Musikern wie Lee Konitz oder Tony Lakatos zusammengewirkt. Sein Stil zeichnet sich durch unkonventionelle Wege und den Mut zu leisen Tönen und Pausen aus.

Tracklisting

  1. Dark chords (to Peter Degenhardt)
  2. Hugo
  3. Marie
  4. Strange masquerade
  5. On and on
  6. Sirius variations – Part 1
  7. Sirius variations – Part 2
  8. Sirius variations – Part 3
  9. Sirius variations – Part 4
  10. Sirius variations – Part 5
  11. Sirius variations – Part 6
  12. Sirius variations – Part 7
  13. prayer

Produktbeschreibung

Kommunikation als Mittel und Sinn des musikalischen Ausdrucks: Hugo Read und Thomas Rückert führen als Duo mal einen improvisierten Dialog, mal ein Gespräch, dann jeder einen Monolog, um sich schließlich mit gemeinsamer Sprache zu einer kompositorischen Basis zu finden.

Wenn zwei bedeutende Musiker sich aber ihren eigenen Kompositionen widmen, dann kommt dem eigenen Sound und dem persönlichen Stil natürlich eine entscheidende Rolle zu. Hugo Read zeigt hier die verschiedenen Facetten seines Instruments – dem Altsaxophon – und baut eine sehr nahe Intimität auf. Die meisterlich gelungene Aufnahme fängt seinen Sound mit seiner weit gefächerten Dynamik gekonnt ein. Geradezu berauschende Expressivität steht dabei als kreativer Kontrast seinem Schaffen beiseite.
Thomas Rückert akzentuiert und artikuliert dies am Klavier und vollbringt das Kunstwerk, dem Saxophon gleichzeitig zu folgen und es scheinbar durch die Musik zu führen. So entsteht durch das Zusammenspiel ein musikalisches Album, das einer dichten Kommunikation entspringt und dabei zwei wesentliche Sphären der modernen Avantgarde-Musik zusammenführt: den individuellen Stil des Musikers im modernen Jazz, der in seinen improvisatorischen Fähigkeiten kulminiert, und die Komposition als Werk an sich, das vom ausführenden Musiker ideell entkoppelt ist.

Der futuristische Titel „Sirius Variations“ nimmt unmittelbar Bezug auf die Äußerungen von Karlheinz Stockhausen, er käme vom Planeten Sirius. Ein wesentlicher Zug von Science-Fiction ist es, Probleme des Hier und Jetzt in utopischen oder dystopischen Welten neu zu erzählen, mit oft apokalyptischen Szenarien auf die Probleme unserer Zeit zu verweisen. Vielleicht ist es auch so in der Musik: Mit der gedanklichen Flucht in ferne Welten werden  kompositorische Probleme auf ein unerreichbares Sonnensystem, das sich Lichtjahre entfernt befindet, projiziert. Die Lösung – quasi der Rücksturz zur Erde – geschieht in unserer ortsgebundenen Realität mit all ihren physikalischen und psycho-akustischen Be- und Einschränkungen.
Dieses Greifen nach dem Unerreichbaren, das sich in das terrestrisch Mögliche wandeln muss, ist erkenn- und hörbar ein Antrieb, der Thomas Rückert und Hugo Read zu gemeinsamen Spitzenleistungen antreibt.
(Dr. Niels-Constantin Dallmann)

Homepage von Hugo Read