Verbotene Klänge: Sechs Suiten

Art.Nr.: kr10133

EAN: 4018262261332

Komponist(en): Ernst Krenek, Arnold Schönberg, Bernd Alois Zimmermann, Verdina Shlonsky, Ursula Mamlok, Erwin Schulhoff

Spielzeit (gesamt): 67:11

Aufnahmeverfahren: DDD

Besetzung: Klavier

EUR 19,80
inkl. 19 % USt

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Interpret(en)

Fidan Aghayeva-Edler

Tracklisting

Ernst Krenek: Kleine Suite op. 13a (1922)

1. Allemande
2. Sarabande
3. Gavotte
4. Waltz
5. Fugue - Foxtrott

Arnold Schönberg: Suite für Klavier op. 25 (1921-1923)

6. Präludium
7. Gavotte
8. Musette - Gavotte da capo
9. Intermezzo
10. Menuett - Trio - Menuett da capo
11. Gigue

Bernd Alois Zimmermann: "Extemporale" (1943)

12. Sarabande
13. Invention
14. Siciliano
15. Bolero
16. Finale

Verdina Shlonsky: "Pages from the diary" (1949)

17. Dream
18. Vision
19. Grotesque
20. Song
21. Meditation
22. Good Humor
23. Twilight
24. Remembrance
25. Merry-go-round

Ursula Mamlok: "2000 Notes" (2000)

26. I Gruff
27. II Quarter plus sixteenth equals 72 plus
28. III Quarter equals
29. IV Dotted eighth equals 100

Erwin Schulhoff: Suite Dansante en Jazz (1931)

30. Stomp
31. Strait
32. Waltz
33. Tango
34. Slow
35. Fox-Trot

Produktbeschreibung

Verbotene Klänge: Die herausragende Pianistin Fidan Aghayeva-Edler hat sich sich auf eine Spurensuche in das dunkle deutsche Kapitel der von den Nationalsozialisten diffamierten und verfolgten Komponisten begeben. Mit dem Brandmal „entartete Kunst“ versehen, sind zu jener Zeit jüdische, kommunistische oder einfach unbequeme oder für das Regime zu fortschrittliche Musiker aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt worden. Für Aghayeva-Edler ist es ein wichtiges Anliegen, diesen Komponisten die damals entzogene Aufmerksamkeit heute wieder zukommen zu lassen.


Dabei ist es der aus Aserbaidschan stammenden Musikerin gelungen, auf pianistisch höchstem Niveau die damals zeitgenössische Musik von Größen wie Schönberg, Krenek und Schulhoff stilsicher zu interpretieren und vergessene und verbotene Klänge und Klangstrukturen wieder hörbar zu machen.


So entsteht mit dieser CD zugleich ein Mahnmal, das verbotene Werke und mundtot gemachte Komponisten dieser Zeit wieder zum klingen erbringt, als auch eine beeindruckende Reise in die musikalische Moderne des frühen 20. Jahrhunderts.

Rezensionen

„Auch nach mehr als 70 Jahren ist die Musik der von den Nationalsozialisten verfolgten KomponistInnen immer noch weithin unbekannt. […] So ist es nach wie vor eine Verpflichtung, den Reichtum der in dieser Zeit entstandenen […] Musik dem Publikum zugänglich zu machen“, schreibt die aus Aserbaidschan stammende Pianistin Fidan Aghayeva-Edler im Booklet […]. Die zu hörenden sechs Suiten sind dafür umso internationaler, was ihre Einflüsse und verarbeiteten Stile betrifft. Dass sie zu „undeutsch“ klangen, war ein Grund für ihre Ächtung in dunkler Zeit. Aghayeva-Edler rehabilitiert und nobilitiert diese spannenden Werke mit einem Spiel, das von Empathie und technischem Können gleichermaßen getragen ist. Vor allem ist man dankbar, dass man hier – endlich einmal – auch die Suiten von Verdina Shlonsky und Ursula Mamlok zu hören bekommt.
Burkhard Schäfer in PIANONews 1-2020 www.pianonews.de